6.5.14

[Baby] Von Spucknachmittagen und Riechgrapefruits - und warum ich mich lange nicht gemeldet hab

Ach, ihr Lieben,

ich weiß, dass ich den Blog ganz schön vernachlässigt habe. Dabei ist eigentlich gar nicht so viel passiert -oder eben eine ganze Menge...

Erst einmal Danke für eure lieben Kommentare und Mails, die mich erreicht haben, um uns zu gratulieren. Und auch die Nachrichten von Verwandten, die von unserem Glück erfahren haben, sind ganz umwerfend und machen uns so viel Mut. Zusammen mit den Ultraschallfotos von unserer Erbse kleben wir sie in ein Babytagebuch ein und schreiben viel darüber, wie wir uns fühlen, worauf wir uns freuen, was wir vorhaben und wie es uns, besonders mir in der Schwangerschaft, geht. Ich hoffe, dass die Erbse später lesen wird, wie sehr wir alle uns auf sie gefreut haben und wie willkommen sie bei uns ist!


Babyhandschuhe fürs Novemberbaby

Eigentlich hatte ich ab Mitte März nicht mehr viel zu tun. Aber davor war es ein wunderschönes Bild:

Ein Kissenlager vor der Toilette, Tee, Decken, Obst, eine Grapefruit und viele Theologiebücher. Und mitten drin: Ich. Am Spucken. Den ganzen Tag. - Und eben auch am Lernen. Ich hab noch nie so viel Essen wieder ausgespuckt wie in den letzten Wochen. Und das Ganze natürlich pünktlich zur Zwischenprüfung. Aber lernen konnte ja nicht ausfallen und ich wollte diese bekloppte Zwischenprüfung endlich bestehen, bevor ich im Herbst ganz andere Gedanken haben würde. Also mummelte ich mich in meine Kissen und die Decke, roch ab und zu an der Grapefruit (hilft echt gut geht Übelkeit!) und hoffte, dass das Essen, was ich zu mir nahm, in meinem Körper blieb.

Um es kurz zu machen: Ich bin nicht angetreten. Ich wäre wahrscheinlich übermäßig stolz gewesen, wenn ich es geschafft hätte, aber neben dem Spucken, was ja allseits bekannt ist, gibt es noch viel lustigere Dinge in einer Schwangerschaft, von der einem niemand erzählt: Schlafentzug. Ganz großes Kino, wenn man für Prüfungen lernen will. Nachts wachte ich gegen 3 Uhr auf und lag wach. Stundenlang. Einfach so. Ich war nicht sonderlich aufgewühlt oder hatte schlimme Gedanken oder irgendwas, aber die Hormone arbeiten so taktvoll, dass man tagsüber totmüde ist und nachts einfach wach liegt. Das hatte zur Folge, dass ich wie ein unterernährter (dabei aß ich doch Balisto! -.-) Zombie mit Zombieaugenringen durch die Gegend wankte und dem Prüfer nicht versprechen konnte, dass ich nicht auf seinen Tisch spucken würde mitten in der Prüfung. Ich bin also zurückgetreten, fühlte mich wie der letzte Uniloser, aber es war wohl die vernünftigste Entscheidung.

Gleichzeitig hatte ich zwar unendlich viel Zeit, die ich allerdings im Bett verbrachte und schlief oder las. Stricken war vollkommen out und Blogschreiben deshalb auch.

Aber: Ich muss nicht mehr spucken und jetzt geht die riesige Babysachenproduktion los. YEAH! :)

Kommentare:

  1. Da bist du aber auch schwer gestraft, so wie es klingt. Mensch, so ärgerlich mit der Prüfung, ich kann gut verstehen, dass dir das nicht leicht gefallen ist. Aber dem Prüfer in den Schoß zu reihern wäre vermutlich auch kein Erlebnis gewesen, das du leicht vergessen hättest ... also ist es so wohl wirklich besser und auch angenehmer. Die Prüfung kannst du schließlich noch nachholen, aber das Kind, das ist nunmal jetzt da. :D
    Ich drück dir die Daumen, dass du nun etwas mehr Zeit hast dich wohl zu fühlen und freue mich schon auf die ganzen schönen Dinge, die du fabrizieren und hier zeigen wirst :)

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    1. Ich hab von Schwangerschaftsdemenz gehört. Alle möglichen Schwangeren berichten mir, wie wundervoll flauschig es ihnen ging und wenn man dann die Männer fragt, kommt raus, dass die genauso gelitten haben :D Das beruhigt mich dann. Mittlerweile geht's mir auch wieder gut und die Prüfung rock ich dann hochschwanger anfang Oktober. Wär doch gelacht :)

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  2. Also die Fäustlinge sind ja wirklich herzallerliebst.

    Und zur Schwangerschaft wünsche ich alles alles Gute - und hoffentlich ist es mit dem Spucken wirklich vorbei, das kann nämlich gar nix.

    Genieße jedenfalls die Zeit!

    LG
    Claudia

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    1. Danke dir :) Ich glaube, jetzt kommt der gute Part der Schwangerschaft :)

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  3. Oh wie großartig. Klar was ich meine, nicht die Unangenehmlichkeiten und auch nicht die verpasste Prüfung. Mir war nicht so übel, aber ich kenne den Rest der Geschichte zu gut. Plus depressionsartige Zustände. Ich bereue es keinen Tag die Prüfungen sausen gelassen zu haben und jetzt zwei Jahre später hab ich immerhin schon die Hälfte (von zweien) eingesackt. Es gibt ganz klare Prioritäten im Leben einer (werdenden) Mutter!
    Allerherzlich liebste Grüße und lass es Dir gut gehn!
    Fräulein Rucksack.

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    1. Danke für deinen lieben Kommentar :) Die Prüfung ist für diesen Herbst angesetzt, ich rock das. Und dann kann der kleine Goldklumpen kommen. Wir freuen uns sehr :)

      Liebe Grüße!

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  4. Alles Liebe nochmal zur Schwangerschaft. Mir gings da wohl komplett anders als dir, ich hab nie gespuckt und wenn ich in der Frühschwangerschaft eins konnte, dann schlafen. Und das war bei der Arbeit echt brutalst. Ich hoffe, dass du von dem Spuckspuk Ruhe hast und auch von anderen Leiden (Blasenentzündung, unschön sowieso, noch schlimmer mit jemandem im Bauch, der sich die Blase als Bett erwählt hat, Wasser, etc.) Ich wünsch dir einen nicht zu heißen Sommer, eine kompetente ärztliche Betreuung, eine tolle Hebamme und vor allem, dass du die schönen Seiten der Schwangerschaft genießen kannst. Von den ersten Bewegungen bis zum allerersten Schrei.
    Liebe Grüße,
    Franzi mit Anna (2,5 Jahre) und Sina (1,5 Jahre)

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    1. Danke dir :) Schlafen kann ich jetzt auch wie ein Stein. Ich merk nicht einmal, wenn mein Freund morgens früher zur Uni muss als ich. Vielleicht ist das ja auch die Frühlingsmüdigkeit :D
      Ich freu mich auf jeden Fall auf das, was kommt :)

      Liebe Grüße!

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  5. Congrats on your new approaching baby!

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    1. Thank you! :) I'm so looking forward :)

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