12.7.13

Challenge Eins13 Vol. I: Oh Gott, wo kommt der Faden her?!

Auf geht's, ab geht's! Dies ist der erste Teil meiner Socken-Challenge. Ich habe mir vorgenommen, zu lernen, wie man mit einer Rundstricknadel zwei Socken auf einmal von der Spitze an strickt. Dabei bringe ich brillante Vorkenntnisse mit:

Socken auf Rundstricknadel? - Nie gemacht.
Zwei auf einmal? - Nope.
Toe-Up? - Nie probiert.

Allerdings steht mir das Buch "Zwei auf einen Streich" von Melissa Morgan-Oakes zur Seite. Mal sehen, ob wir uns anfreunden können!


Vom Balkon-Frühstück mit selbstgebackenen Brötchen gut gestärkt hab ich mein Garn zusammengesucht. Dabei ist mir aufgefallen: Ich hab doch noch viel mehr Sockengarn als ich eigentlich dachte! Aber alles eher so Erdfarben, auf die ich eigentlich keine Lust hab. Aber für Testbabysocken wird's reichen...

Der erste Eindruck des Buches ist: Hübscher Umschlag, hochwertig bedruckte Seiten. Fühlt sich gut an. Das Schriftlayout ist auch super. Man muss nicht am Buch kleben, die Buchstaben sind groß genug, die Fotos gut gemacht. Die Modelle sind nichts Superaufregendes, aber ganz hübsch und machen bestimmt Spaß nachzuarbeiten.

Wenn man allerdings anfängt zu lesen... Ohje... Freunde schöner Worte und Literaturfans sollten sich, wenn möglich, vielleicht doch lieber die englische Ausgabe kaufen. Die Übersetzung ist sehr unmöglich holperig. Man versteht auf jeden Fall, was gemeint ist. Aber es wurden englische Redewendungen und Ausdrücke direkt ins Deutsche übertragen ohne Sinn für einen gewissen Sprachfluss. Es macht deshalb nicht so viel Spaß die einleitenden Kapitel über Nadeln und Garn zu lesen, die auf Englisch bestimmt wesentlich freundlicher klingen.

Aber die muss ich ja auch gar nicht lesen. Ich weiß ja, was ich will. Deshalb wurden einfach mal 20 Seiten übersprungen, um bei den Testsocken zu landen. Super, jetzt geht's los!


Ja, nee, doch nicht! Wenn man zwei Socken auf einmal stricken will, muss man erstmal sein Knäul in zwei Hälften teilen und wickeln, wickeln, wickeln. Bei meinem kleinen 50g Knäul dauerte das zwar nur ganz kurze Zeit, aber wenn man das so für ein 100g Knäul macht... Da fängt man eben doch nicht einfach so an. Aber alles halb so schlimm. Dann JETZT geht's ja endlich los.

Da ich Judy's Magic Cast-On schon irgendwann einmal ausprobiert hatte, war's gar nicht so schwer, die Maschen anzuschlagen. Ich brauchte zwei Anläufe, weil ich als Linkshänderin alle Angaben umdenken muss und aus "rechter Nadel" wird "linke Nadel", aus "im Uhrzeigersinn" wird "gegen den Uhrzeigersinn". Aber so schwer war das eigentlich nicht.
Die Nadel, die oben liegt, ist immer "fest" und von ihr wird abgestrickt. Die untere Nadel wird herausgezogen und zum Stricken benutzt. Natürlich hab ich mich am Anfang ein bisschen vertüdelt, aber schwups - die ersten zwei Runden waren fertig. 

Begeistert bin ich von der Toe-Up-Spitze. Zwar sehen meine normalen Spitzen durch den Maschenstich auch immer ganz ordentlich aus, aber jetzt gibt ganz automatisch ein wunderschönes Maschenbild. Das find ich klasse!

Mitten in den Zunahmen war da auf einmal ein Faden zu viel! Oh Gott, wo kommt der auf einmal her?! Hab ich etwa den anderen Arbeitsfaden zwischen die Maschen der falschen Socke gelegt und einfach weitergestrickt?! AAAAAH! Nein, es war nur das Fadenende vom Anschlag. Puh, Glück gehabt. Die Fadenenenden lassen sich übrigens ganz wunderbar in den entstehenden Taschen Sockenspitzen verpacken. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt :)


Nach den Zunahmen hab ich aufgehört. Die Testsocken sind mit Nadelstärke 3,5 und entsprechend dickem Garn gestrickt. Ich hab direkt Sockenwolle benutzt und musste erst einmal überlegen, wie lang Babysocken eigentlich sind nach der Spickelabnahme: Ich werd einfach 24 Reihen stricken. Das muss ich mir nicht einmal aufschreiben, weil die zweite Socke ja automatisch mitgestrickt wird. Haha!

Fazit des ersten Tags: Es macht Spaß! Bisher hab ich alle Schritte verstanden und bin sehr zufrieden mit dem Aussehen der werdenden Socken. Ungewohnt und langsam ist das Durchziehen der Nadeln und das Wechseln zwischen beiden Knäulen. Da bin ich mit dem Nadelspiel um einiges schneller. Aber dafür entstehen auch gleich zwei Socken auf einmal. Das ist natürlich ein großer Vorteil. Ich bin gespannt auf die Ferse... Die kommt morgen dran :)

1 Kommentar:

  1. Da bin ja mal auf die Ferse gespannt! Bis jetzt sieht es doch gut aus.
    LG aus der Eifel
    Birgitt

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