5.9.12

Es ist so wunder-, wunderhässlich! Was man mit Stashleichen anfangen kann...

Ich habe genau eine große, flache Sammlabox unter unserem Bett, welche ich mit Wolle vollstopfen darf. Und glaubt mir, vollstopfen ist dafür das richtige Wort. Das ist ein Deal, den der Geliebteste und ich gemacht haben... Er hält seinen Elektrokrams in Grenzen und ich meine Wollvorräte. Das spart Platz, Nerven und irgendwie auch Geld, wenn man jedes Mal nachdenken muss, ob das neue gewünschte Garn überhaupt in die Kiste passt, und wenn nicht, zu was es sofort verarbeitet werden kann.

Aber trotzdem finden sich gar gruselige Geschöpfe in den Tiefen dieser Box.


Das zum Beispiel. Was ist das!? Der Polymist, aus dem das Garn besteht, ist wirklich flauschig, das würde ich sogar als Schal tragen. Aber wer kommt auf die Idee, in kürzesten Abständen sich Weiß, Dunkelblau und Hellblau wiederholen zu lassen? Verstrickt sieht das aus wie diese gefakten Camouflagehosen in Babyblau. Einfach gruselig. Warum hab ich sowas?!


Oder auch diese grandiose Sockenwolle. 200 Mal angestrickt, 200 Mal aufgeribbelt. Ich bin echt kein Fan von Flieder, schon gar nicht in Kombination mit Weiß, Blau, Braun und Grau. Hallo!? Ich hab's wirklich versucht mit ihr, aber mehr als eine halbe Socke kann ich beim besten Willen damit nicht produzieren.



Ich hab noch mehr solche Monster in meinem Stash. Und damit ich neue Wolle kaufen kann, stellt sich natürlich die Frage. Was tut man mit Stashleichen?

Hier ein paar Ideen:
  • Tauschpakete: Es gibt Internetgruppen (Facebook, Ravelry, etc.), die regelmäßig Tauschpakete organisieren. Dabei schickt jemand ein befülltes Startpaket los, der nächste nimmt sich aus diesem Paket, was er mag, füllt es mit seiner eigenen Wolle wieder auf und schickt es weiter. Auf diese Weise kommt das Garn vielleicht zu einem neuen Heim, wo es mehr geliebt wird.
    Ich selbst habe noch nie bei sowas mitgemacht, aber es juckt mir schon in den Fingern :)
  • Verschenken: Die Gruselsockenwolle hab ich gerade meinen Eltern für meine Oma mitgegeben. Ich vermute, dass sie etwas schmerzbefreiter ist und sich womöglich über die Wolle freut, weil sie, im Gegensatz zu mir, total auf Flieder steht. Wenn nicht, kann sie's auch gerne weiterschenken. Ich hab jedenfalls Platz für ein weiteres Sockenwollknäul ;)
    Wenn man schon weiß, dass der Empfänger sich auf jeden Fall über die Wolle freut, weil das genau seine Farben sind, er die Marke liebt, oder oder oder... , kann man sich natürlich auch Mühe geben, die Wolle hübsch verpacken, mit einem Schildchen oder einer Karte versehen und einfach als Zwischendurchgeschenk weitergeben.
  • Verkaufen: Ja, kann man. Ist aber wesentlich unspannender als alles andere :D
  • Augen zu und durch: Gruselwolle kann man auch einfach verstricken. Manchmal macht das sogar Spaß und man erfreut sich an ihrer Gruseligkeit :D
    Anderen Leuten mag das Werk dann auch wieder gefallen - oder auch helfen. Denkt an Charityprojekte. Und daran, dass z.B. Kinder auf schrille Sachen total stehen und manchmal Sachen lieben, die Erwachsene schlimm finden.
    Diesen Schal habe ich z.B. aus zwei Knäul Knuddelknuffel-Teddybär-Tod-Wolle gestrickt. Er ist flauschigweich und wird im Winter an die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" gehen. Ich hoffe, jemand freut sich darüber.
  •  Mach was Brauchbares draus: Aus der Camouflage-Wolle wird gerade ein Einkaufsnetz gehäkelt. Ich möchte niemandem antun, einen Schal mit diesen Farben tragen zu müssen, abgesehen davon, bin ich viel zu faul, 2 Knäule mit Nadelstärke 3,5 zu verstricken. Häkeln geht schnell und ein Einkaufsnetz kann man immer gebrauchen. Also auch hier: Augen zu und durch!

Und, was macht ihr mit Stashleichen?

1 Kommentar:

  1. Omg ... ich habe auch so viel Wollleichen liegen. Schwangerschaftsfehlkäufe :D
    Und, weil stricken lernen damit kein Spaß macht, wird einiges verschenkt und der Rest darf dann erstmal liegen bleiben :)

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